Luftmunitionshauptanstalt
Die Luftmunitionshauptanstalt liegt in einem wunderschönen Landschaftsschutzgebiet, das nur zum Teil begehbar ist. Das ist auch gut so, denn so konnten sich nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute selten gewordene Tiere auf dem ca. 40,00 Hektar großen Gebiet zurückziehen.
Heute besteht das Gebiet aus drei Abschnitten. Einen staatlich genutzten Bereich, einen von einer Privatfirma genutzten Bereich und einen abgesperrten Bereich, da er bis heute nicht entmunitioniert wurde. 1935 begann man mit dem Einzäunen des Gebiets und der Errichtung der Gebäude und Bunker. Angeblich war sie die größte Munitionsanstalt ihrer Zeit.
1938 wurden die Fertigungsbereiche für leichte und schwere Flakmunition in Betrieb genommen. Sie befand sich in dem Bereich, der heute noch staatlich genutzt wird. Mindestens ein Gebäude und eine Handvoll Luftschutzbunker stehen heute noch. Das Gebäude wird sogar noch benutzt. Zwischengelagert wurde die Munition in dem Bereich, auf dem heute eine Private Firma ansässig ist. Dort befand sich früher auch eine Munitionshülsenwaschanlage.
Ein Augenzeuge berichtete, dass in den 80er Jahren in dem Bereich der alten Waschanlage einmal ein Fußballplatz für Betriebsangehörige errichtet werden sollte. Nachdem die ersten Erdbewegungen getätigt wurden und schwarzer Erdboden zum Vorschein kam, fing der Erdboden an zu qualmen. Es stellte sich heraus, dass der Boden dort durch die alte Waschanlage stark chemisch kontaminiert ist. Angeblich mit Phosphor. Danach gab es keinen Fußballplatz mehr, denn auf einen heißen Hintern hatte keiner Lust.
Interessante Funde
Auf dem Gelände finden sich noch drei kleine Luftschutzbunker der Muna und ein kleiner Annäherungstreffer überstehender Atombunker aus dem Kalten Krieg. Nach der Zwischenlagerung wurde die Munition in den heute noch gesperrten Bereich endgelagert, bis diese angefordert wurde. In dem Bereich befinden sich 100 Munitionsbunker, die teilweise ebenerdig oder mit Verladerampe gebaut wurden.



