Fotogalerie U-Verlagerung Melanit
Die U-Verlagerung Melanit war ein Projekt zur Fertigung von Schachaltern für die Firma A.E.G. In der Region Wiesenbad, im großen Gneis Steinbruch Großer Riß, wurde Anfang 1944 die Genehmigung für dieses Projekt erteilt. Die geplante Fertigung im Stollenneubau sollte Ende 1944 starten. Die geplante Nutzfläche der Anlage betrug 1000 m².
Obwohl die Planung existierte, ist bislang unklar, ob der Bau tatsächlich begonnen wurde. Die vorhandene Stollenauffahrung von etwa 30 x 4 Meter im Steinbruch deutet eher auf eine Erkundung hin. An der Ortsbrunst sind zwei kleine Suchörter von 2-3 Metern zu finden. Da der vorhandene Stollen mehrere Relikte bergbaulicher Abbautätigkeiten für den Gneis aufweist, bleibt die Frage, ob es zu einem Bau der Untertage-Verlagerung kam.
Die Verkehrsanbindung war damals nur über Umwege möglich, was die Reichsbahnanbindung beeinflusste. Das Deckgebirge war über 30 Meter stark, was den Steinbruch im Tal schützte. Die große Halde unterhalb des Steinbruches wird vermutlich als Schutthalde betrachtet, da sie mit altem und modernem Schrott überzogen ist. Unterhalb des Steinbruches gibt es einen weiteren Stollen sowie einen Tunnel, deren Verbindung zur U-Verlagerung bleibt spekulativ.
Derzeit gibt es keine Dokumente oder Augenzeugenberichte, die einen Baubeginn der Untertage-Verlagerung belegen. Daher gehen wir davon aus, dass das Projekt nicht über die Planungsphase hinaus ging. Um alle Zweifel zu beseitigen, werden wir uns erneut vor Ort umschauen und weitere Akten durchschauen. Fakt ist, dass es keine weitere Grube Riß in Annaberg-Buchholz gibt. Die Objektnummer lautet 5055.
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