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Projekt Ofen 7/8
Die Doppelofenanlage 7/8 wurde im Herbst 1944 in der Nähe von Taube 2 und Dachs 5 errichtet. Der Bau wurde größtenteils von der OT durchgeführt und umfasste knapp 1.000 Arbeiter, die an beiden Doppelofenanlagen im Briloner Raum arbeiteten. Die Anlagen waren fast baugleich, wobei sich der größte Unterschied im Labor befand, das bei der Ofen 5/6-Anlage als Gebäude errichtet wurde und nicht in einen Stollen untergebracht wurde.
Die Arbeiter wurden in verschiedene Gruppen aufgeteilt, um viele anliegende Arbeiten gleichzeitig auszuführen. So wurden die vier Rohöltanks errichtet und zeitgleich mit dem Vortrieb des Luftschutzstollens begonnen. Zuvor hatte man bereits die Fundamente der Stahltanks gegossen und die zwei Betontanks eingeschalt. So konnte in kurzer Zeit das bzw. die beiden Projekte realisiert werden.
Von dem Projekt " Ofen " wurden insgesamt 22 Doppelanlagen geplant und größtenteils auch komplett fertiggestellt. Das bedeutet viele dieser Anlagen hatten bereits während der Kriegszeiten schon produziert. Die Ofen Projekte waren in Steinbrüchen, an Steilhängen und in Schluchten gut versteckt in den Wäldern überall im Reich errichtet worden und lagen in Nähe von Großanlagen. Die Streuung der Anlagen war bewusst und äußerst gut bedacht.
Die Kleindestillationsanlagen waren Anlagen zur Gewinnung von Dieselkraftstoff und Ottokraft, sowie zur Gewinnung von Benzinkraftstoff aus Rohöl. Betreiber der Anlage Ofen 7/8 war die Wintershall AG und der Produktionseinsatz betrug 6.000 Monatstonnen, wovon 3.000 Mt für die Anlage mit dem Tarnnamen Taube 2 oder Dachs 5 vorgesehen war.



