U-Verlagerung Ofen 37/38
Anfang November 1944, begannen die ersten Arbeiten an dem Projekt Ofen 37/38, im Teutoburger Wald, bei Ibbenbüren direkt neben dem Untertage Projekt Schwalbe IX. Als erster Schritt wurde die bestehende Strecke der Bocketalbahn abgezweigt um mit der Reichsbahn direkt zu der Doppelanlage Ofen 37/38 fahren zu können. Hierfür mussten ca. 150-200 Meter Gleis neu verlegt werden. Den genauen Ort der Abzweigung für das Gleis kann man nicht mehr erkennen, die Weiche wurde scheinbar nach Kriegsende demontiert. Vermutlich sind die Schienen nach dem Krieg ebenfalls neu verlegt worden. Die Verladestation der Doppelanlage erkennt man heute noch am schmalen Weg ( die kleine lange Mauer sind die Überreste ). Über die provisorische Verladerampe konnten dann auch die benötigten Baumaterialien der Kleindestillieranlage angeliefert werden. Zwischen der Schlucht und den Kalksandsteinwänden wurden die angelieferten Teile abgeladen und im heutigen kleinen Wäldchen verbaut. Es wurden zwei große Rohöltanks aus Beton gefertigt und anschießend die Tankdeckel oben drauf gegossen. Zuvor hatte man bereits die Tanksockel und die Betonsockel für die Tanks der Endprodukte gegossen sowie die Werkstatt und das Labor aufgestellt. Die Werkstatt befand sich direkt unten an der heutigen Hauptstraße. Das Labor wurde für die Chemiker des Geilenberg-Stabs aufgebaut die Fertigung stetig überwachen und kontrollieren sollten. Die diversen Stahltanks wurden zuletzt per Reichsbahn an die Verladerampe geliefert und direkt montiert und mit Rohrleitungen versehen. Die Pumpen und einige Maschinenteile wurden aus den Stahlwerken in Osnabrück und Rheine über den neu verlegte Anschlussgleis geliefert. Die Arbeiter für den Betrieb der geheimen Doppelofen Anlage 37/38 kamen aus der Salzbergener Ölschiefergewinnungsanlage und von der Raffinerie in Rheine. Der Bau der Doppelanlage, nach diversen Unterlagen, dauerte nur 6 Wochen! Die Anlage diente zur Herstellung von Dieselkraftstoff und Ottokraftstoff, also Benzin für Fahrzeuge. Der Bauherr und die Oberaufsicht war auch bei dieser Anlage, wie auch bei vielen anderen Ofen-Anlagen, die Organisation Todt (OT). Die OT war allerdings nicht für den Produktionsablauf der Doppelanlage verantwortlich. Betreiber der Kleindestillieranlage war die Firma Nerag.
Die U-Verlagerung Doppelanlage Ofen 37/38 war noch bis März 1945 im Betrieb, wegen Lieferschwierigkeiten und der noch nicht Fertigstellung der U-Verlagerung Dachs bei Porta-Westfalica produzierte die Anlage maximal die Hälfte ihrer eigentlichen Produktionsmenge. Bei Ausfall der Doppelanlage Ofen 37/38 stand eine Reservedestillationsanlage mit dem Decknamen Rost 6 in Gronau bereit.
Von der ehemaligen Doppelanlage Ofen 37/38, sprich Kleindestillieranlage, ist heute kaum noch etwas auf dem Grundstück zu sehen. Die Mauer der Verladestation, Betonplatten und diverse Betonbrocken sind die einzigen Überreste der Anlage. Sowie der kleine (heute verschlossene) Luftschutzstollen, welcher vermutlich ebenfalls der U-Verlagerung Zeoltih gehörte oder von dieser mitbenutzt werden sollte.
Daten vom Projekt Ofen 37/38
Betreiber: Nerag
Standort: Ibbenbüren
Produkteneinsatz: 6. 000 Mt
Produktenausgang: 3. 000 Mt auf den Reichsmarkt & 3. 000 Mt für Projekt Dachs 1
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U-Verlagerung Ofen 37/38
Die U-Verlagerung Ofen 37/38 war bis März 1945 in Betrieb, wobei die Produktionsmenge aufgrund von Lieferschwierigkeiten und der unvollständigen Fertigstellung der U-Verlagerung Dachs bei Porta-Westfalica nur halb so hoch war wie ursprünglich geplant. Die Anlage wurde im Teutoburger Wald bei Ibbenbüren errichtet, direkt neben dem Untertage-Projekt Schwalbe IX.
Die Verbindung zur Reichsbahn wurde durch einen Gleisabzweig ermöglicht, wobei etwa 150-200 Meter Gleis neu verlegt werden mussten. Die genaue Lage der Abzweigung ist heute nicht mehr erkennbar, da die Weiche nach Kriegsende demontiert wurde. Die Schienen wurden vermutlich nach dem Krieg erneuert. Die Verladestation der Doppelanlage ist an einem schmalen Weg und einer alten Mauer zu erkennen, die Überreste der Verladerampe sind noch vorhanden.
Die Anlage diente zur Herstellung von Dieselkraftstoff und Ottokraftstoff, also Benzin für Fahrzeuge. Die Bauherrschaft und die Oberaufsicht lagen bei der Organisation Todt (OT), die auch bei vielen anderen Ofen-Anlagen tätig war. Die Arbeiter kamen aus der Salzbergener Ölschiefergewinnungsanlage und der Raffinerie in Rheine. Der Bau der Doppelanlage dauerte nur 6 Wochen, was auf eine schnelle und geheime Produktion hindeutet.
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