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Historischer Bergbau im Harz

Der Bergbau im Harz (Mittelgebirge) ist montanhistorisch sehr intressant und vorallem sehr alt. Die Bergbautradition in der Region des Harzes ist über 1000 Jahre alt und z.B. in der Grube Rammelsberg auch kontunierlich durchgeführt. Der Harz und somit auch der historische Bergbau im Harz erstreckt sich über 3 Bundesländer und wird montanhistorisch nochmals in Oberharz, Mittelharz und Unterharz gegliedert. Der Oberharz liegt in den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

 

Bergbau des Harzes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberharzer Bergbau

Oberharzer Bergbau: Der Oberharz wird auch als "Oberharzer Faltenzone" bezeichnet, womit auf seine tektonische Eigenständigkeit hingewiesen werden soll. Er weiter in den Oberharzer Devonsattel, den Iberg-Komplex, die Clausthaler Kulmfaltenzone, den Oberharzer Diabaszug, die Sösemulde und den Acker-Bruchbergzug untergliedert. Diese Einheiten werden überwiegend aus devonischen und karbonen Gesteinen aufgebaut. Neben den klastischen Sedimenten des Oberharzer Devonsattels finden sich der karbonatische Riffkörper des Iberg-Komplexes und die mafischen Vulkanite des Oberharzer Diabaszuges als Ablagerungen devonischen Alters. Karbonische Gesteine, vor allem klastische Sedimente des Kulm, finden sich in der Clausthaler Kulmfaltenzone, der Sösemulde und dem Acker-Bruchbergzug.  Der Bergbau im Oberharz diente der Gewinnung von Silber, Blei, Kupfer und zuletzt auch Zink. Besonders vom Silberbergbau gingen vom 16. bis zum 19 Jahrhundert großer Reichtum, für die Region, und bedeutende technische Erfindungen aus. Wie z.B. die Wasserverwaltung, Wasserführung und die dazugehörige Technik.

 

Mittelharzer Bergbau

 

Mittelharzer Bergbau: Im Mittelharz sind geologische Einheiten von Silur bis Karbon enthalten. Im Mittelharz können dabei folgende Zonen unterschieden werden: Die Siebermulde, die überwiegend aus klastischen Sedimenten des Devons und Karbons aufgebaut ist. In der Blankenburger Faltenzone finden sich klastische Sedimente von Silur bis Unterkarbon. Im Elbingeröder Komplex lagern mächtige Massenkalke des Devons über einer magmatischen Abfolge aus Tuffiten und Basalten, die ebenfalls devonisches Alter zeigen. Die östlichste Zone des Mittelharzes bildet der Tanner Grauwackenzug, der aus karbonen Grauwacken aufgebaut wird, die von oberdevonischen klastischen Sedimenten unterlagert werden. 

 

Unterharzer Bergbau

 

Unterharzer Bergbau: Der Unterharz ist aus Einheiten von Ordovizium bis zum Karbon aufgebaut. Neben der Wippraer Zone und der Harzgeröder Faltenzone werden die Südharz- und die Selkemulde unterschieden. In der Südharzmulde, zu der auch das Ilfelder Becken zählt, sind klastische Gesteine des Oberdevons zu finden. Stratigraphisch und lithologisch ähnlich aufgebaut ist die Selkemulde das Gegenstück dazu. Mit den klastischen Einheiten der Harzgeröder Faltenzone (Silur bis Karbon)und den metamorphen Serien der Wippraer Zone (Ordovizium bis Unterkarbon) im Südosten finden sich hier die ältesten Einheiten des Harzes. Stets im Schatten des wirtschaftlich dominierenden Oberharzer Bergbaus standen die Gruben des recht komplex aufgebauten Unterharzer Gangreviers. Entsprechend gering ist das hierüber vorhandene montanhistorische Schrifttum.

 

 

Quellen

Dahlgrün F. (1939): Über die Grundlagen einer tektonischen Gliederung des Harzes. - Z. Dt. Ges. Geowiss., Band 91, 537-550.

Schwab M., Lutzner H., Tröger K.-H., Wachendorf H. (1994): Der Harz im Rahmen der variscischen und postvariszischen Entwicklung. - Exk. C, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle (Saale),148 S.

Mohr K. (1973): Harz- Westlicher Teil - Sammlung Geologischer Führer Bd. 58, Gwinner M. (Hrsg.), Berlin-Stuttgart, 200 S.

 

 

Bergbau Fotos aus dem Harz

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