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Zeche Vereinigte Flor & Flörchen

 

Diese Steinkohlenzeche bestand unter Anderem aus den beiden Kleinzechen "Stollen Voßhegge" und "Angelika-Stollen", welche nun hier vorgestellt werden.

Zeche Voßhegge:

Die Kleinzeche Voßhegge (auch Voßhecke) befand sich an der Wuppertaler Straße in Essen-Heisingen. Sie wurde bereits um 1830 herum als kleiner Tagebaubetrieb gegründet, ehe die Zeche Voßhegge 1847 neu angelegt wurde und zum untertägigen Stollenbau überging. Zu diesem Zweck wurde ein Stollen, der Voßhegge-Stollen von dem Steinbruch an der Ruhr aus ins Steinkohlengebirge vorgetrieben. Zwei Jahre später, 1849, war der Stollenbetrieb in vollem Gange und die Belegschaft von 41 Bergleuten förderten gut 5.000 Tonnen Eßkohle pro Jahr zu Tage. Im Jahre 1871 wurde der kleine Stollenbergbau von der Nachbarzeche, welche ihr Stollenmundloch keine 50 Meter entfernt hatte, übernommen. Das benachbarte Bergwerk hieß Flor & Flörchen, doch dazu kommen wir gleich noch. Die Zeche Voßhegge stand noch bis 1950 in Steinkohlenförderung, ehe sie im selben Jahr stillgelegt wurde. Ein Jahr später ist die kleine Stollenzeche nochmals für ein Jahr in Betrieb genommen worden. In diesem Jahr, zwischen 1951 und 1952 waren 115 Kumpel auf der Grube beschäftigt. Diese förderten rund 14.000 Tonnen Steinkohle ans Tageslicht. Der Stollen Voßhegge wurde von Azubis der Gesteins- und Tiefbau GmbH aus Recklinghausen restauriert, so dass heute ein tolles Relikt aus der Frühzeit des Essener Bergbaus in Heisingen besichtigt werden kann.

 Essener Bergbaustollen

 Flöz

Zeche Flor & Flörchen - Angelikastollen:

Als die Bauern Butenberg und Linnemann aus Heisingen mit dem Kohleschürfen begannen, hatten ihre kleinen Bergwerke die Namen Flora und Fledermaus. Das war 1779. Später schlossen sich die beiden Steinkohlebergwerke zusammen und aus ihnen entstand das neue Bergwerk Flor & Flörchen. Im Jahre 1867 wurden zwei weitere Bergwerke angeschlossen. Das waren die Zechen Rudolph und Neu-Dülmen. Schon wenige Jahre später, 1872, erfolgte eine weitere Konsolidation mit den Steinkohlegruben Mühlmannsbänkchen und Mühlmanns Dickebank. Das so neu entstandene Verbundbergwerk erhielt nun entgültigen Namen "Zeche Vereinigte Flor & Flörchen". Die Grube förderte noch bis zum Jahre 1885 die Steinkohle, ehe das Bergwerk in Konkurs geriet und die Stilllegung unaufhaltsam war. Heute erinnert noch das Stollenmundloch des Förderstollens "Angelika" an den alten Grubenbetrieb in Essen-Heisingen.

 Verladeanlage mit Kreiselkipper

 Angelika-Stollen der Zeche Flor & Flörchen