U-Verlagerung Rotfeder
Kirchberger Glück, Schiefergrube Reihenbach bei Probstzella - (A.G. Ausdauer) (IX) Deckname "Rotfeder"
Die Untertage-Verlagerung mit dem Decknamen Rotfeder sollte in der Schiefergrube "Kirchberger Glück" untergebracht werden. Ob es hierzu kam ist bis heute unbekannt.
Anfangs war vorgesehen in dem Bergwerk die Herstellung von Schleifgeräten nähergesagt von Innenschleifmaschinen der Firma Reinecker aus Chemnitz aufzunehmen. Die Innenschleifmaschinen sollten für die Kriegsproduktion gefertigt werden. Hierfür wurde der Abbau von Schiefer in der Schiefergrube am 20.07.1944/20.08.1944 gesperrt. Allerdings waren diese Voraussetzungen für die Chemnitzer Firma wohl unpassend. Die Sperrung wurde nämlich am 13.01.1945 aufgehoben. Ob bereits in dieser Zeit an einer oder mehreren untertägigen Produktionshallen gebaut wurde ist unklar. Am gleichen Tag nach Aufhebung der Sperrung wurde die Schiefergrube in Reichenbach bei Probstzella mit dem Namen „Kirchberger Glück“ wieder gesperrt (Nr. 2144) Nun sollten in der verfügbaren Fläche von 4.000 qm, nach Fertigstellung und Umbau der vorhanden Hohlräume, Einspritzpumpen und Regler für das Triebwerk TL 003 von der Firma Glöckner-Deutz Feinbau GmbH aus Brünn produziert werden. Hierfür wurde der Deckname Rotfeder vergeben. Die Genehmigung zur Verlagerung des Betriebes erfolgte am 07. März 1945. Ob die U-Verlagerung Rotfeder sich bereits im Bau befand ist jedoch ebenfalls unklar. Nach ausgiebigen befahren der Schiefergrube sah es jedenfalls schon mal so aus als wurden Vorbereitungen getroffen den in einigen Abbauhallen war der Boden geebnet und teils geräumt. Die Produktion kam kann wohl auf Grund des Kriegsverlaufes zu diesem Zeitpunkt stark bezweifelt werden. In der Schiefergrube Kirchberger Glück war zudem noch eine Akteneinlagerungen des OKW (Oberkommando Wehrmacht) geplant. Ob die Einlagerung und die U-Verlagerung mit dem Decknamen Rotfeder zusammen stattfanden ist uns derzeit noch unklar. Eventuell war anfangs die Einlagerung der Akten dort geplant bis man dies verwarf und die Grube lieber für die untertägige Produktion nutzen wollte. Der damals wie heute noch komplett trockene „Stollen – B (355m)“ der Untertage – Verlagerung Rotfeder war als Produktionsstätte und/oder Einlagerungsort wie geschaffen. Das Reichsamt für Bodenforschung wurde eine entsprechende Eignung für Sonderzwecke erteilt. Die natürliche gute Bewetterung der Schiefergrube durch ihre mehreren Stollen auf verschiedenen Sohlen und die absolute hohe Standfestigkeit des Gebirges waren gute Voraussetzungen für einen Untertage Betrieb. Die untertägige Produktionsfläche hätte auch jederzeit stetig relativ schnell vergrößert werden können. Die bereits 1937 stillgelegte Grube konnte mit LKWs angefahren werden. Ein Bahnanschluss befand sich einige Kilometer entfernt. Die Grube war elektrifiziert welches im Außengelände durch den ehemaligen Stromanschluss zu erkennen ist.
Die A-Sohle welche über einen Bremsberg vom Hauptstollen erreichbar ist, ist heutzutage abgesoffen. Da die A-Sohle völlig unter Wasser steht kann diese heute höchstens noch von Tauchern erforscht werden. Dies würde sich aber als äußerst schwierig und gefährlich erweisen. Die B-Sohle verfügt über große Hohlräume sprich Hallen von 15-20 Metern Höhe. Außer Gleise, Sprengstoff, Geräte Kammer und einen Lager oder Büroraum ist heute kaum noch was in dem Bergwerk zu entdecken welches auf die einst kriegswichtigen Vorhaben hinweisen könnte. Die Grube Kirchberger Glück verfügte über insgesamt 7 Sohlen und hatte eine angegebene Nutzfläche von über 4000 m².
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Stollen zur U-Verlagerung Rotfeder
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U-Verlagerung Rotfeder
Die U-Verlagerung Rotfeder war ein Projekt, das in der Schiefergrube „Kirchberger Glück“ in Reichenbach bei Probstzella geplant war. Ob die Verlagerung bereits im Bau befand, bleibt bis heute unklar. Nach ausgiebigen Besichtigungen der Schiefergrube zeigte sich, dass in einigen Abbauhallen Vorbereitungen getroffen wurden, etwa durch den Ebnung und Räumung des Bodens.
Die Verlagerung sollte ursprünglich die Herstellung von Schleifgeräten, insbesondere Innenschleifmaschinen der Firma Reinecker aus Chemnitz, beinhalten. Diese sollten für die Kriegsproduktion genutzt werden. Die Sperrung der Schiefergrube wurde am 20.07.1944/20.08.1944 verhängt, wurde aber am 13.01.1945 wieder aufgehoben. Ob in dieser Zeit bereits an Produktionshallen gearbeitet wurde, ist unklar.
Am 07. März 1945 wurde die Genehmigung zur Verlagerung erteilt. Die Produktion von Einspritzpumpen und Reglern für das Triebwerk TL 003 der Firma Glöckner-Deutz Feinbau GmbH aus Brünn war geplant. Die Akteneinlagerungen des OKW (Oberkommando Wehrmacht) standen ebenfalls in Zusammenhang mit dem Projekt, obwohl die genaue Verknüpfung zwischen beiden noch ungeklärt ist.
Die Schiefergrube wurde am 21.04.1945 erneut gesperrt (Nr. 2144), was auf die Planung der U-Verlagerung hindeutet. Die genaue Umsetzung des Projekts blieb jedoch aufgrund des Kriegsverlaufes fraglich. Die Fotos in dieser Galerie geben einen Eindruck von den Vorbereitungen und dem Stand der Dinge in der Schiefergrube.



