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Bergwerk Amalienhöhe

Bergwerk Amalienhöhe

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Das Bergwerk Amalienhöhe (auch Grube Dr. Geier genannt - erbaut ab 1885) liegt oberhalb von Waldalgesheim am Rande des Hunsrücks unweit von Bingen am Rhein. Das ehemalige Mangan- und Dolomitbergwerk ist durch seine Architektur im neobarocken Stil einzigartig unter den Industriedenkmälern Deutschlands.
 

Während der Betriebszeit des Bergwerkes wurden die Mineralien Calcit, Dolomit, Epsomit, Limonit, Pyrolusit, Rhodochrosit und Romechit in den geförderten Erzen gefunden. Die Eisenmanganerze der Grube Dr. Geier bei Bingen am Rhein gehören zu den Verwitterungslagerstätten des Mangans. Sie sind an mitteldevonische Dolomite einer isoklinalen Mulde gebunden, die von marinen Sanden des Oligozäns überlagert werden. Ihre Bildungsräume sind Dolinen des Dolomitkarstes. Die Anlage der Dolinen ist gebunden an die Verbreitungsbereiche massiger Dolomite sowie an Zonen starker tektonischer Beanspruchung, in denen sie sich durch Mischungskorrosion gebildet haben. Ihre Füllungen bestehen bis zu 50% aus unvererzten tertiären Feinsanden und Tonen. Mineralogisch zeichnet sich die Fundstelle durch ihre farbintensiven Rhodochrosite aus, die zu den besten Deutschlands zählen. Hierzu auch Informationen des Mineralienatlas.

 

Das Erz wurde zum Teil an Hüttenwerke und zum Teil als Farberz an die Keramikindustrie verkauft. Begonnen wurde der Abbau der Lagerstätte im Grubenfeld Concordia in der Nähe von Stromberg. Der Beginn ist nicht genau bekannt. Erste Hinweise gehen auf das Jahr 1628 zurück. In einem Bericht des französischen Bergingenieurs Calmelet, der 1808/09 die Eisenhütten in den Departements Rhine et Moselle et Mont-Tonnerre (Donnersberg) zu revidieren hatte, wird das Erz der Grube erwähnt.